Wirtschaftsminister Varga zu Besuch in Stuttgart und München

Wirtschaftsforum Ungarn in Stuttgart

„Ungarn ist für die exportstarke Südwestwirtschaft besonders wichtig“

Wirtschaftsminister Ernst Pfister eröffnete am 03. März 2010 das Wirtschaftsforum Ungarn in Stuttgart. Der ungarische Minister für Nationale Entwicklung und Wirtschaft, István Varga, war persönlich von Budapest nach Stuttgart angereist, um zu berichten, wie die Maßnahmen zur Krisenbewältigung in Ungarn gegriffen haben und welche Chancen sich für die deutschen Unternehmen in Ungarn bieten. Ebenfalls anwesend waren der ungarische Generalkonsul József Kovács und der Honorarkonsul der Republik Ungarn Rolf Kurz.

„Deutschland und Baden-Württemberg haben sich wieder gefangen und sind auf dem Weg, sich Schritt für Schritt aus der schweren Krise herauszuarbeiten. Die Auftragseingänge nehmen erfreulicherweise wegen der anziehenden Nachfrage aus dem Ausland wieder zu“, erklärte Pfister. „Dabei ist Ungarn für die exportstarke Südwestwirtschaft besonders wichtig.“

Deutschland ist mit einem Anteil von 27 Prozent Herkunftsland der meisten ausländischen Direktinvestitionen in Ungarn. Baden-Württemberg hat am deutschen Handelsvolumen mit Ungarn einen Anteil von etwa 19 Prozent. Das Wirtschaftsministerium führt seit Jahren Kontakt- und Kooperationsbörsen für die mittelständische Wirtschaft in Ungarn durch. Bisher haben etwa 500 baden-württembergische Unternehmen in Ungarn investiert.

Daneben hat sich Baden-Württemberg an verschiedenen Fachmessen mit Firmengemeinschaftsausstellungen erfolgreich beteiligt. Das gilt für die Internationale Fachmesse für Umweltschutz und Kommunaltechnik - Ökotech und seit zwei Jahren auch für die Industriefachmesse Industria in Budapest. In diesem Jahr werden wieder 16 Unternehmen aus Baden-Württemberg an der Industria, die vom 4. bis 7. Mai stattfindet, teilnehmen. Damit stellt Baden-Württemberg die einzige deutsche Gemeinschaftsbeteiligung.

Ein weiterer Ausdruck einer langjährigen und erfolgreichen baden-württembergisch/-ungarischen Zusammenarbeit sind die 134 kommunalen Partnerschaften und die 61 Hochschulpartnerschaften zwischen Ungarn und Baden-Württemberg.

Die vielfältigen erfolgreichen Projekte zwischen Baden-Württemberg und Ungarn, die die deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen stärken sollen, werden seit kurzem in einen europäischen Rahmen, in die sogenannte Donaustrategie, eingeordnet. „Als Wirtschaftsminister begrüße ich diese Strategie der Europäischen Union sehr“, sagte Pfister. „Die Wirtschaft kann von einem noch besseren Zusammenwachsen unserer Regionen nur profitieren.“

(Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)



Bayerns Wirtschaftsminister Zeil trifft seinen ungarischen Amtskollegen Varga in München / ‚Wirtschaftsforum Ungarn’ eröffnet
03.03.2010



Zeil: „Kontakte mit Ungarn gerade in der Krise weiter stärken“

MÜNCHEN / BUDAPEST Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil eröffnet heute das ‚Wirtschaftsforum Ungarn’ und trifft seinen ungarischen Amtskollegen István Varga. Zeil: „Ungarn und Bayern sind traditionell wichtige Wirtschaftspartner. Die Länder sind eng miteinander verflochten. Das verdeutlichen auch die weit über 2 300 bayerischen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Ungarn. Dazu zählen Konzerne wie Audi, aber auch zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen. Es ist mir ein großes Anliegen, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Kontakte nach Ungarn weiter zu pflegen und zu vertiefen.“

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Ausbau von Kooperationsprojekten zur Unterstützung bayerischer und ungarischer Unternehmer, Zeils geplante Delegationsreise nach Budapest Mitte April sowie die ungarische EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2011. Auf dem ‚Wirtschaftsforum Ungarn’ diskutiert Varga mit bayerischen Unternehmern über die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die ungarische Wirtschaft sowie Maßnahmen zu deren Bewältigung.

„Deutschland ist mit Abstand Ungarns wichtigster Handelspartner. Bayern spielt dabei eine herausragende Rolle. Der Freistaat trägt rund ein Viertel am deutsch-ungarischen Handelsvolumen. Umgekehrt fließen mit rund 40 Millionen Euro fast 60 Prozent der ungarischen Investitionen in Deutschland nach Bayern. Hier zeigt sich aber auch noch viel Potential für die Zukunft“, so Zeil. Das ungarisch-bayerische Handelsvolumen hat sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs bis zum Jahr 2008 mehr als verzehnfacht. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat jedoch auch im Handel zwischen Ungarn und Bayern Spuren hinterlassen. Die Importe aus Ungarn brachen um 20 Prozent, die Exporte nach Ungarn sogar um 60 Prozent ein. „Die aktuelle Konjunkturentwicklung gibt Anlass zu verhaltenem Optimismus. Die Talsohle im globalen Handel ist durchschritten. Das bayerische Repräsentanzbüro in Budapest unterstützt diese Entwicklung tatkräftig, so dass sowohl Ungarn als auch Bayern vom nächsten Aufschwung profitieren können,“ so Zeil abschließend.

(Quelle: Pressemitteilung-Nr. 80/10, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Technologie)