Ungarn – Partnerland der Berliner Grünen Woche

Im Januar 2010 ist Ungarn Partnerland bei einer der bedeutendsten Fachmessen der Lebensmittelindustrie, der Berliner Grünen Woche.

Den ungarischen Auftritt organisiert und finanziert das Agrármarketing Centrum (AMC). Ungarn nimmt seit 1972 an der Messe teil, die auch einer der wichtigsten Treffpunkte der Spitzenvertreter der deutschen und der internationalen Agrarpolitik ist.

Der deutsche Markt gehört auch gegenwärtig zu den größten Exportmärkten für ungarische Agrarprodukte, und die Organisatoren rechnen damit, dass die aus dem Status als Partnerland resultierende erhöhte Aufmerksamkeit die Wettbewerbsposition Ungarns deutlich verbessern wird.

Aufgrund der Art der Messe ist den Erwartungen des Publikums und der Fachbesucher gleichermaßen Rechnung zu tragen. In den 10 Tagen der Messe wurden in 2009.

403 000 Besucher registriert, von denen knapp 30 % Fachbesucher waren. Das Publikum besteht überwiegend aus Familien, die als Verbraucher (überwiegend aus dem Osten Deutschlands) Abwechslung suchen und einkaufen möchten. Aufgrund dessen wurden im Konzept die typischen Produkte der ungarischen Lebensmittelindustrie mit Bezug zu den verschiedenen Regionen des Landes hervorgehoben, um die Aufmerksamkeit dann auf das individuelle Exportangebot im Bereich Lebensmittel und auf die Gastronomie zu lenken. Der Schwerpunkt liegt auch weiterhin auf den schmackhaften, qualitativ hochwertigen und vor allem sicheren Lebensmitteln, der Verbindung von Tradition und Modernem.

Die Hauptaspekte sollen in einer angenehmen und abwechslungsreichen Umgebung präsentiert werden: Teil des auf einer Fläche von 1 600 m2 errichteten Nationalstandes wird auch eine stilisierte Karte des Landes mit den bekannteren Regionen sein, auf der die Besucher bei einer „virtuellen Tour" Näheres über die ausgestellten Produkte und ihre Hersteller erfahren. Vorgestellt werden unter anderem der Plattensee, die namhaften Weinbaugebiete, Szeged und die ungarische Puszta. Innerhalb des Standes wird eine ungarische Csárda errichtet, in der die Besucher während der gesamten Dauer der Messe die gastronomischen Spezialitäten des Landes genießen können.

Während der Messe und am Rande der Protokollveranstaltungen wird echt ungarische Unterhaltung geboten: Neben den musikalischen und folkloristischen Vorführungen sind auch Programmelemente geplant, durch die die Besucher ein Stück Ungarn kennenlernen und so eine angenehme Zeit am Stand verbringen können (zum Beispiel Rubik-Würfel - und -Kugel-Wettbewerb, Ungarnquiz, Kunsthandwerk).

Über die oben beschriebene Messeinstallation hinaus werden die Einzelstände, die Broschüren und Prospekte sowie die Werbeflächen mit einheitlichen visuellen Elementen gestaltet. Die Ausschreibung für die Erarbeitung der konkreten Bestandteile des Kreativkonzepts hat bereits stattgefunden, im Sinne des ausgewählten Konzepts wird Ungarn durch eine scharfe Paprika symbolisiert, die Dämpfe in den drei Landesfarben ausströmt. Im Mittelpunkt der Präsentation des visuellen Konzepts, das auf den typischen gastronomischen und kulturellen Werten des Landes aufbaut, steht die ungarische Gewürzpaprika. Die ungarische Gewürzpaprika, die auch als Folkloremotiv verwendet wird, ist weltweit einzigartig, ebenso wie die mit Paprika zubereiteten ungarischen Gerichte.

Grundelemente des visuellen Konzepts sind außer der Gewürzpaprika auch die Silhouetten zweier Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Budapest, der Kettenbrücke und des Burgbergs.

Der Auftritt Ungarns wird durch zahlreiche Seminare und Begegnungen zwischen Geschäftsleuten sowie mehrere Begleitveranstaltungen mit Bewirtung abgerundet. Am 21. Januar treffen sich die ungarischen Aussteller und die Firmen, die an der Aktion in den Kaufhof-Häusern teilnehmen, auf dem Messegelände mit den Einkäufern der Kaufhauskette. Wie in den vergangenen Jahren startet das AMC auch 2010 eine Aktion in den Kaufhof-Häusern, die am 3. Tag nach der Eröffnung der Messe beginnt und bis Ende Januar dauert.