Kultur, Wissenschaft, Forschung und Bildung
Im Bereich der bilateralen kulturellen Beziehungen findet eine erfolgreiche Zusammenarbeit statt, die Entwicklung ist auf diesem Gebiet vielversprechend. Es besteht ein direktes und breites Beziehungssystem sowohl in der Zivilsphäre, als auch auf der Ebene der Selbstverwaltungen, wie auch zwischen den kulturellen Einrichtungen und persönlich zwischen den einzelnen Künstlern und Kulturschaffenden.
In den vergangenen Jahren fanden Veranstaltungen auf hohem Niveau statt, durch die die Kultur und die Kunst des Partners in dem anderen Land präsentiert wurden, es wurden Filmwochen, Gastspiele organisiert. Da die Kultur in Deutschland hauptsächlich in Landeskompetenz liegt, sind die einzelnen Bundesländer (insbesonders Baden-Württemberg, Bayern und Berlin) kulturell ebenfalls sehr aktiv in Ungarn. Es ist hervorzuheben, wie populär in Deutschland die ungarische Belletristik ist. Mehrere große ungarische Schriftsteller (Imre Kertész, Péter Esterházy, Péter Nádas) wurden dadurch auch international bekannt, das Ihre Werke in die deutsche Sprache übersetzt wurden. Aber nicht nur die zeitgenössischen Autoren haben Erfolg. Die in der deutschen Übersetzung erschienenen Werke von Sándor Márai gehören auch heute zu den Bestsellers.
In beiden Ländern gibt es Kulturinstitute, die eine aktive Tätigkeit ausüben. Das Goethe-Institut in Budapest fand unlängst sein neues Domizil in der Ráday Straße. Die ungarischen Kulturinsitute in Berlin und in Stuttgart bieten niveauvolle Programme an. Wo einst, vor dem zweiten Weltkrieg das ungarische Kulturinstitut, das Collegium Hungaricum stand, wurde das neue Gebäude für das CH errichtet. Das schöne, im Bauhasu-Stil gebaute, mit modernster Technik ausgerüstete Haus wurde Ende 2007 eröffnet.
Herausragende Momente der bilateralen Kulturbeziehungen waren 2006-2007 das Kulturjahr ,,Ungarischer Akzent" in der Bundesrepublik Deutschland sowie das Musikfestival Schleswig Holstein im Sommer 2007, im Laufe dessen unter dem Motto ,,Hörbar Ungarn" mehr als 100 Konzerte und andere Veranstaltungen der ungarischen Musik gewidmet waren. Ein weiteres wichtiges Element der bilateralen Kulturbeziehungen war - ,,Bipolar - deutsch-ungarische Kulturprojekte" , die 33 Kooperationsprojekte aus allen Sparten der zeitgenössischen Kunst und Kultur förderte.Ungarische Kulturinstitute
Collegium HungaricumDorotheenstr. 12 10117 BerlinTelefon : 030 - 212 - 340-480Telefax : 030 - 212 - 340-488eMail : collegium@hungaricum.dewww.hungaricum.de
Ungarisches Kulturinstitut und InformationszentrumHaußmannstr. 22(Stadtplanausschnitt)70188 StuttgartTelefon: 0711 – 164 – 870Telefax: 0711 – 164 – 8710eMail: uki-s@t-online.de Website: http://www.uki-s.de/ Im Jahre 1987 wurde mit Deutschland ein Regierungsabkommen über Forschungszusammenarbeit unterzeichnet. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit war am Anfang auf Austausch von Wissenschaftlern beschränkt, sie entwickelte sich dann - nach der Wende - zu einer Kooperation auf Projektenbasis. Die Zusammenarbeit wird in der Zukunft in EU-Rahmen, durch die gemeinsam beschlossenen Zielsetzungen von Lissabon und Barcelona bestimmt, auch die Zusammenarbeit auf der Ebene der Bundesländer wird stärker in Erscheinung treten. Weil der wissenschaftlichen Zusammenarbeit immer größere Bedeutung zukommt, arbeitet in der Berliner Botschaft der Republik Ungarn ein Botschaftsrat, der für die Kontakte zwischen deutschen und ungarischen Universitäten und Forschungseinrichtungen zuständig ist.Bildung
Über die Möglichkeiten, in Ungarn zu studieren, können Sie sich beim Studieren in Ungarn und beim College International Budapest sowie beim Campus Hungary und auch bei der Andrássy Gyula Deutschsprachigen Universität Budapest (http://www.andrassyuni.hu/) und Universität Szeged informieren.