Der Präsident des ungarischen Parlaments dr. Béla Katona hat am 8-9. Dezember 2009 einen offiziellen Besuch in Bern abgestattet. Er verhandelte mit seiner Gastgeberin Nationalratpräsidentin Pascale Bruderer, mit Ständeratspräsidentin Erika Forster-Vannini und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Herr Katona wurde vom Präsidenten und Vizepräsidenten der Freundschaftsgruppe Ungarn-Schweiz des ungarischen Parlaments, Herrn Abgeordneten dr. Attila Grúber und Endre Rózsa begleitet. Anlässlich des Besuches hat sich auch im schweizerischen Parlament eine Freundschaftsgruppe Schweiz-Ungarn unter der Leitung von Frau Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist und Herrn Nationalrat Peter Spuhler konstituiert. Die Zusammenarbeit der beiden Freundschaftsgruppen wird die Beziehungen der beiden Parlamenten weiter intensivieren.
Bei den Gesprächen haben beide Seiten die Beziehungen zwischen Ungarn und der Schweiz problemlos, eng und freundschaftlich genant. Der Präsident des ungarischen Parlaments bedankte sich für die Aufnahme der ungarischen Flüchtlinge nach der Niederlage der Revolution in Ungarn von 1956 und für die finanzielle Hilfe der Schweiz nach der politischen Wende von 1989 und im Rahmen des Erweiterungsbeitrages. Beide Seiten bewerteten die wirtschaftlichen Beziehungen und die Erfahrungen der schweizerischen Investitionen in Ungarn als positiv und weiter zu intensivierend – was die Vertreter von in Ungarn Investitionen betätigten schweizerischen Firmen beim festlichen Abendessen gegeben von Nationalratspräsidentin Bruderer auch bestätigt haben. Unter den Verhandlungsthemen waren auch die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU nach dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon, der Kampf gegen den Klimawandel und für die nachhaltige Entwicklung, die Prioritäten des gegenwärtigen schweizerischen Vorsitzes im Europarat und die des ungarischen Vorsitzes in der EU im Jahre 2011. Unter den Fragen der internationalen Politik waren beide Seiten einig, dass die europäische Integration der Länder des westlichen Balkans weiter zu unterstützen sei.